Bauphase

Drehkranz

Eines der besonderen Merkmale des LOBSTER ist seine Drehbarkeit. Diese wurde realisiert, um zum einen verschiedene Gebäudeorientierungen simulieren zu können, welche zu unterschiedlichen Profilen des Solareintrages als auch des Tageslichtangebotes führen. Zum anderen kann durch die Nachführung nach dem Sonnenstand ein maximaler Wärmeeintrag realisiert werden. Hierdurch können trotz der geringen Kühllast des Gebäudes innovative Kühlkonzepte überprüft und entwickelt werden

Der Drehkranz besteht aus einem HEB-Träger und hat einen Durchmesser von ca. 10m. Der quadratische Aufbau aus Stahlträgern mit den Maßen 8,80m auf 8,80m und sitzt auf insgesamt 8 Radblöcken. Das Quadrat bildet die Grundlage für die Holzrahmenkonstruktion.

Die acht Radblöcke sind innen und außen jeweils mit einer Sturmsicherung versehen und zwei der Führungselemente/Radrollen sind mit Getriebemotoren ausgestattet.

Das gesamt System basiert auf dem PV-Nachführsystem „Solarus“.

Fundament

Um die Schienen des Drehkranzes aufzunehmen musste ein kreisförmiges Fundament mit einem Durchmesser von 10m hergestellt werden. Diese wurde Anfang 2012 in zwei Phasen betoniert.

Die Stahlelemente, für die Verbindung mit dem Drehkranz, wurden vor dem Gießen in die Schalung eingelegt und dort durch eine spezielle Metallkonstruktion gehalten, um während des Betoniervorgangs in Position zu bleiben. Insgesamt handelt es sich um acht Verbindungselemente, bestehend aus einer Stahlplatte (300/300/15) und einem kurzen Trägerstück (HEA 140, 180).

Features

Drehbarkeit

Durch die Drehbarkeit des Gebäudes können zusätzliche Tests in verschiedenen Gebäudeorientierungen durchgeführt werden.

Die Drehung des Gebäudes wird über einen berührungsempfindlichen Bildschirm (Touch-Screen) gesteuert. Die Drehung kann entweder stufenlos „manuell“ erfolgen oder als automatisierte Nachführung mit der Sonne im Tagesverlauf. Der Drehwinkel ist auf 350° beschränkt, um Schäden an der Elektrozuführung zu vermeiden.

Beteiligte

Eggert Engineering