Studentenprojekte

Das Ziel, den Teststand in die Architekturlehre mit einzubinden, wurde bereits in der Planungs- und Realisierungsphase verfolgt. Daraus entstanden sind verschiedene studentische Projekte, welche teils von den Studierenden selber, teils durch oder in Kooperation mit Fachfirmen realisiert wurden.

Holzrahmenbau und Statik

Im Rahmen eines Stegreifes wurden das Layout überarbeitet und die Statik für die Holzrahmenkonstruktion entwickelt. Aus der Feder der Studierenden Daniela Walz und Sebastian Selbmann stammt das aktuelle Layout mit dem lang gestreckten Vorraum. Auf Basis dieses Layouts wurde die Holzrahmenkonstruktion entwickelt und bis zur Ebene der Werkplanung detailliert. Zusätzlich wurden betreut durch Prof. Pfeifer und Sylvio Worg die statischen Anforderungen entwickelt und zeichnerisch umgesetzt. Eine besondere Herausforderung bestand zum einen in der Positionierung des Holzbaus auf eine nur auf 8 Rollen aufliegende Stahlkonstruktion. Zum anderen wurde der Rohbau so ausgeführt, dass er in drei Module getrennt werden und transportiert werden kann.

Fassade

Während Teststände dieser Art außen und innen meist sehr schlicht sind, wurde in Kooperation mit den Studierenden auch hier ein anderer Weg gegangen. Bereits Ende 2011 wurde von der Firma 3A Composites eine Zusage über ausreichend AluCobond-Material erhalten. Dies als Basis nehmend wurde im Wintersemester 2011/12 in Kooperation mit dem Fachgebiet Building Lifecycle Management (BLM) ein Stegreif ausgelobt, wie der Teststand mit dem Material bespielt werden kann. Der Gewinnerentwurf von Willy Abraham wurde von einer Jury aus Vertretern der beteiligten Fachgebiete und der Firma 3A Composites aus 8 Beiträgen ausgewählt. Im Sommersemester 2012 wurde dieser Entwurf gemeinsam mit den im Folgenden beschriebenen Projekten Schiebewand und Treppe von einer größeren Gruppe weiter entwickelt. Im Wintersemester 2012/13 wurden diese Arbeiten von einer kleinen Gruppe um Moritz Maria Karl weitergeführt. Der ursprüngliche Entwurf eines QR-Codes wurde von Moritz Karl parametrisiert und verfeinert. Im Sommersemester 2013 wurde dieser dann in Kooperation mit der Wittenauer GmbH realisiert.

Treppe

Im Rahmen der Fassadenbearbeitung im Sommersemester 2012 wurde auch die Frage nach einer Treppe in ein sich drehbares Gebäude von Studierenden bearbeitet. Erschwerend kam hinzu, dass das Gelände nicht eben ist, sondern Höhenunterschiede von bis zu 30cm aufweist. In einer größeren Gruppe wurden verschiedene Varianten entwickelt. Diesen wurden im Wintersemester von Fabian Gavrilescu und David Kraus weiterentwickelt. Gemeinsam mit Willy Abraham haben sie die Detailpläne erstellt und betreut durch Sylvio Worg die statischen Anforderungen berechnet. Realisiert und montiert wurde die Treppe schließlich von Schnepf Stahlbau.

Schiebewand

Ein weiteres Thema war die Gestaltung des Vorraumes. Dieser soll die Versuchsteilnehmer willkommen heißen, dem Personal einen Arbeitsplatz bieten, jedoch die Aufmerksamkeit nicht von den Untersuchungen ablenken. Hauptelement dieses Vorraumes ist die knapp 9m lange Schiebewand. Diese wurde von einer Gruppe von Studierenden entwickelt und von Phi Long Ngo detailliert. Umgesetzt wurde die Schiebewand von den Studierenden. Als Material wurde auch hier ein Produkt der Firma 3A Composites gewählt: AluCore. Die gesponserten 6mm Platten sind Formstabil und gleichzeitig sehr leicht. Für die von der Decke abgehängten Führungsschienen wurden die Studierenden von der Firma GEZE mit Schienen und Rollwagen unterstützt. Die Abhängungen wurden von der Firma MEFA zur Verfügung gestellt. Von der Firma TESA wurde ein Kleber zur Verfügung gestellt, der die dynamische Belastung aufnehmen kann.

Homepage

Als konsequente Fortführung der Kommunikation zwischen Forschung, Studierenden und Gesellschaft ist das vierte Teilprojekt zu sehen: diese Homepage. Der Besucher, Passant oder Studierende, welche nach dem Rundgang um das Gebäude einen QR-code gescannt hat, sieht auf dem Display seines Smartphones eine von 5 Fragen zu den Forschungsschwerpunkten, z.B. „Wie warm ist angenehm?“, zusammen mit dem Link zu dieser Homepage.